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Germinations 6 ist eine Ausstellung, die aus einer deutsch-französischen Ausstellungsinitiative
entstand und eine inzwischen jährliche Präsentation junger europäischer Kunst darstellt. Zum ersten Mal wurden 1991 zu Germinations 6 die Hälfte
der beteiligten Künstler zu einem vierwöchigen Workshop eingeladen,
in dem die Künstler Gelegenheit hatten, ihren Ausstellungsbeitrag
am Ort der Ausstellung zu erarbeiten. 3 Fotografen (Christin Bolewski,
Gerhard Gronemann, Frederic Le Lan) aus Deutschland und Frankreich
haben diesen Workshop begleitet. |
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Zusammen mit Gerhard Gronemann habe ich im Anschluß an diesen
Workshop die 8 Projektoren Diaschau "Germination 6 " erarbeitet.
Die Schau ist eine experimentelle Dokumentation, die einen eigenen künstlerischen Anspruch erhebt und als Bestandteil der 8 wöchigen Ausstellung im Forum Ludwig in
Aachen gezeigt wurde. Hier wurde ein lebhafter Eindruck von der Arbeitsathmosphäre
während des Workshops vermittelt, der dem Ausstellungsbesucher
zu Beginn oder zum Schluß der Ausstellung begegnete. Auf diese
Weise wurde der Entstehungsprozess der gezeigten Exponate und
eine kleines Portrait der beteiligten Künstler, die während der
Ausstellung nicht mehr präsent waren, für den Ausstellungsbesucher
lebendig gemacht und in die Ausstellung integriert.
Die Schau wurde mit 8 Projektoren auf zwei eng beieinanderstehenden Flächen präsentiert, Auf einer großen horizontalen Projektionsfläche
wurde mit 5 Projektoren der Hauptfaden der Schau erzählt. Der
Ausstellungsort wurde zu Beginn als Einstieg präsentiert, danach
folgten beispielhaft die Arbeiten und Portraits der beteiligten
Künstler, die mit unterschiedlichsten Medien wie Malerei, Skulptur,
Objekt, Holzschnitt, Video, Fotografie, Installation, etc. gearbeitet
haben. Zwischenstufen der Arbeiten, Werkzeuge, Materialien, Räume,
Künstler bei der Arbeit wurden gezeigt. Zum Schluß wurde die Fülle
der produzierten Arbeiten in einem temporeichen Finale präsentiert.
Die kleine vertikale Projektionsfläche wurde mit Zusatzinformationen
versehen wie Titeln, Schriften und Namen oder bot zusätzliche
Bilder zum Erzählfaden der großen Fläche. Die beiden Flächen wurden zeitweise verbunden, indem sich Schriften,
Bildbewegungen und Handlungen vom großen zum kleinen Screen verlagerten.
Die Vertonung der Diaschau entstand unter Verwendung einer Musik von Wolfgang Dauner und
dem Deutsch Französischen Jazz Ensemble. Diese Musik stand kostenlos
zur Verfügung und wurde von den Organisatoren ausgewählt, da kein
Geld für gemapflichtige Musik zur Verfügung stand. Diese Musik
war nicht besonders gut für unsere Zwecke geeignet. So haben wir
versucht, möglichst viel der Vertonung mit eigenen Mitteln herzustellen.
Originalaufnahmen aus dem Workshop, Arbeitsgeräusche sowie kleine
Portraits der beteiligten Künstler, die wir zu diesem Zweck aufgenommen
haben, wurden zu einer sprach- und geräuschbetonten Vertonung verarbeitet, die sehr viel zur Authenzität der Schau beiträgt. Den Schlußteil der Musik habe ich zusammen mit dem Komponisten Michael Pesch realisiert, da hier für die enorme Temposteigerung eine spezielle
Musik notwendig war.
"Germinations 6"
eine Dia-Audiovisionsschau mit 8 Projektoren
Videoabtastung auf VHS, 1991, 10 min, Farbe, PAL, Stereo
Idee und Realisation: Christin Bolewski und Gerhard Gronemann
Musik: Wolfgang Dauner und das Deutsch-Französiche Jazz Ensemble,
Michael Pesch
Sprach- und Geräuschkomposition: Christin Bolewski und Gerhard
Gronemann
Produziert an der FH Köln
© 1991 Christin Bolewski und Gerhard Gronemann
Technische Mittel Dia-Produktion
KB Farbfotografie
8 Kodak AV Karussel Projektoren auf zwei Bildflächen
(3:5 Projektoren)
Bildsteuerung über Programmierung mit MEGAS
Interface MEGAS
Steuerspur auf analogem 4 Spurtonband
Technische Mittel Audio-Produktion
mehrkanalige analoge Klangbearbeitung mit 8-Spurmischpult
auf analoges 4-Spurtonband |
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